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"Ich will für Kontinuität sorgen"

Lohfelden – Auf vielen Müllfahrzeugen und Schildern am Lohfeldener Stammsitz der Fehr-Gruppe prangt jetzt der Name Fehr-Knettenbrech Industrieservice (FKI). Grund ist eine Übernahme des Geschäfts der Fehr-Umweltgruppe in Hessen und Niedersachsen durch ein Bad Nauheimer Entsorgungsunternehmen.

Andreas Fehr ist Gesellschafter der FKI sowie Gesellschafter und Geschäftsführer der Fehr-Gruppe. Der 53-Jährige macht sich Gedanken über die Zukunft seines Unternehmens, das er von seinem Vater übernahm, dem die Geschäfte wiederum von seinem Vater im Alter von 54 Jahren übertragen worden waren. „Einen Fahrplan für mein Ausscheiden gibt es zwar noch nicht, aber ich habe auch keine Kinder“, sagt Fehr. Er möchte seine Mitarbeiter, Kunden und Vertragspartner in sicheren Händen wissen. „Es ist wichtig zu agieren, wenn es noch nicht notwendig ist. Ich will für Kontinuität sorgen.“ Die zwischenzeitliche gemeinsame Führung mit Schwester Heike Fehr-Harms habe nicht funktioniert. Außerdem stehe in der Fehr-Verwaltung ein Generationenwechsel an, sowohl Betriebsleiter und Vertriebsleitung schieden aus, erklärt Fehr.

Daher habe er sich nach einem Partner umgesehen. Fündig wurde er beim südhessischen, inhabergeführten Unternehmen Knettenbrech und Gurdulic (K+G). „Ich kenne Steffen Gurdulic bereits seit mehr als 15 Jahren, unsere Zusammenarbeit ist von Respekt und Verlässlichkeit geprägt“, so Fehr. Die Erfahrung der vergangenen beiden Jahre nach Gründung der FKI im Wetterau-Kreis und die gute Entwicklung der an K+G verkauften Standorte in Südhessen hätten ihn in seiner Entscheidung bestärkt.

K+G bringe viel Fachwissen und neue Impulse mit und stehe für Qualität, die das Unternehmen auch besonders bei der Entsorgung am Frankfurter Flughafen unter Beweis stelle. Außerdem habe man künftig Zugang zu einem Müllheizkraftwerk und so eigene Verbrennungskapazitäten. „Wir verbinden Erfahrung im kommunalen mit Know-how im industriellen Bereich“, stellt Fehr die Vorteile der Übernahme in den Vordergrund.

Auch das Feedback der Mitarbeiter sei positiv, sagt Fehr. Für diese bedeute die Übernahme keine großen Veränderungen, die bestehenden Verträge blieben unangetastet. „Wir stellen sogar noch mehr Mitarbeiter ein“, sagt Christian Meret, Geschäftsführer der FKI. Meret hat große Pläne: „Wir wollen expandieren und in der Region Marktführer werden.“ Nach und nach würden die Standorte nun saniert und die Anlagen ertüchtigt.

Noch in diesem Jahr soll sich auch etwas im Entsorgungszentrum an der Otto-Hahn-Straße in Lohfelden ändern und der Betriebshof und die Umschlagshalle saniert und umgebaut werden. „Wir wollen unsere Dienstleistungspalette erweitern.“ Dabei denke man zum Beispiel an Metallverwertung, Straßenreinigung und Winterdienste. „Für meine Kunden ändern sich erst einmal nur die Rechnungsanschrift und die Telefonnummer“, sagt AndreasFehr. Mitarbeiter und Fuhrpark blieben dieselben. Trotzdem würden die Kunden langfristig sicher profitieren von dem starken Verbund in Hessen, den klaren Entsorgungs- und Verwertungswegen. Werde es für das Unternehmen günstiger, gebe man das schließlich weiter.



Quellenangabe: Hessische Allgemeine (Kassel-Mitte) vom 15.10.2020, Seite 13

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